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(Zyklus-)Gesundheit

What the… Schmierblutung?

Was haben der Ex, der um drei Uhr morgens plötzlich angeheitert vor der Wohnungstür auftaucht, und Schmierblutungen gemeinsam? Man hat absolut nicht damit gerechnet und darauf verzichten könnte man sowieso. Bei einem der beiden Probleme stehen wir dir zur Seite: Was steckt hinter den braun-rötlichen Flecken, die außerhalb der Regelblutung im Slip darauf warten, entdeckt zu werden? 

Schmierblutung, what’s that?

Als Schmierblutung gilt braun-rötlicher Ausfluss, der meistens unerwartet außerhalb deiner Menstruation auftritt. Häufig dauert sie nur ein paar Tage, kann sich aber bis auf zwei Wochen ausdehnen. Keine Angst: In den allermeisten Fällen sind Schmierblutungen harmlos und können beispielsweise durch körperliche Veränderungen oder manuelle Reizungen hervorgerufen werden. Wiederkehrende Schmierblutungen unterscheiden sich oftmals in Stärke, Farbe und Dauer und sollten zur Sicherheit ärztlich abgeklärt werden. 

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Warum treten Schmierblutungen auf?

Schmierblutungen können verschiedene Ursachen haben, die in der gynäkologischen Medizin in drei Bereiche eingeteilt werden: hormonell, organisch und mechanisch. Zusätzlich können noch externe Faktoren (wie zu exzessiver Sport) dafür sorgen, dass sich dein Ausfluss rötlich verfärbt. 

Wenn der weibliche* Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät, kann sich das durch Schmierblutungen äußern: Bei einer Gelbkörperschwäche kommt es manchmal zu einer kurzen Blutung während des Eisprungs, hin und wieder zusätzlich ein paar Tage davor. Ein niedriger Östrogenspiegel zeichnet sich durch den Eintritt der Schmierblutung ein paar Tage nach dem Ende der Menstruation ab. Auch eine Progesteronschwäche oder schlichtweg der Eintritt der Wechseljahre können den Zyklus durcheinander bringen. Was getan werden kann? Unter ärztlicher Anleitung ist es möglich, den Hormonhaushalt durch eine Therapie wieder zu regulieren. 

Manchmal können Schmierblutungen auch bei Infektionen, Krankheiten und gutartigen oder bösartigen physischen Veränderungen auftreten: Sie können beispielsweise ein Ungleichgewicht der Schilddrüse begleiten, Erkrankungen der Leber, Endometriose, Entzündungen der Eierstöcke, Gebärmutter, Scheide oder Eileiter, genau wie Tumore oder Krebserkrankungen.

Solltest du Schmierblutungen häufig nach dem Geschlechtsverkehr beobachten, wurde die Schleimhaut der Vagina höchstwahrscheinlich mechanisch zu sehr gereizt und kleine Äderchen sind geplatzt. Das kann übrigens auch bei der gynäkologischen Untersuchung passieren oder bei der Anwendung von Sexspielzeug. 

Wie immer ist auch hier der Einfluss unserer Gedanken und Wohlbefindens nicht zu vernachlässigen: Wenn es ständig im Kopf rattert und Stress, Angst oder Trauer den Alltag bestimmen, kann das auch den Zyklus durcheinander bringen und mit ihm den Hormonhaushalt. 

Muss ich jetzt zur Gynäkologin?

Wenn du dir unsicher bist, ob du zur Gynäkologin sollst, hast du eigentlich schon die Antwort auf deine Frage: Lasse dich lieber ärztlich beraten, bevor du dir Gedanken machst. Gerade bei wiederkehrenden Zwischenblutungen solltest du dir ehest möglich ärztlichen Rat einholen. Lasse dich auf Krankheiten und Tumore abchecken. Falls das ausgeschlossen werden kann, bietet sich weiter eine Analyse des Hormonhaushaltes, des Blutes und die Abklärung einer potenziellen Schwangerschaft an.


Wichtig! Dieser Artikel darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung herangezogen werden, da er sehr allgemein gehalten ist. Wenn du Beschwerden hast, dich krank fühlst (physisch oder psychisch) oder noch mehr zu diesem Thema wissen möchtest, hole bitte ärztlichen Rat ein. 


Quellen:
Frauenarzt München (Artikel zu Schmierblutung)
Netdoktor (Artikel zu Schmierblutung)
Minimed (Artikel zu Schmierblutungen)