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(Zyklus-)Gesundheit

It’s Endo March: Was du über Endometriose wissen musst

Endometriose ist eine gynäkologische Krankheit, die oft unerkannt bleibt oder zumindest schwierig diagnostiziert werden kann, doch häufig mit starken Schmerzen einhergeht. Unsere Gründerin Lisa lebt bereits mehrere Jahre mit Endometriose, der Endo Awareness March hat damit für sie eine wichtige, persönliche Bedeutung. Was Endometriose ist, wie sie sich äußert und warum es oft lange bis zur Feststellung dauert, erfährst du im folgenden Text. Und: Wir sind für dich da. 

Was ist Endometriose?

Diese Erkrankung tritt relativ häufig zwischen Pubertät und Menopause auf. Sie wird in Deutschland jährlich bei ca. 40.000 Menstruierenden diagnostiziert: Endometriose ist eine gutartige Erkrankung, bei der Schleimhaut, die jener in der Gebärmutter ähnlich ist, außerhalb des Uterus wächst, beispielsweise im Bauchraum, an den Eierstöcken oder am Darm. Diese Herde können sich ausbreiten und größer werden. Es ist möglich, dass dadurch Organe in ihrer Funktion eingeschränkt werden.

Wir kennen das ja: Einmal im Monat stoßen wir Blut aus. Auch die Schleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter ansiedelt, kann diesem Prozess unterliegen. Das Blut kann jedoch nicht wie üblich aus der Scheide abfließen, sondern verbleibt im Körper. Das Resultat sind blutgefüllte Zysten oder Entzündungen, die Betroffenen verspüren manchmal kaum Schmerzen, andere sind stark im Alltag beeinträchtigt. 

So äußert sich Endometriose

Bei Endometriose gibt es kein eindeutiges Krankheitsbild: Viele Frauen haben Beschwerden, andere nicht oder nur leichte. Manchmal verursacht Endometriose so starke Schmerzen, dass Betroffene in ihrem Alltag eingeschränkt sind.

Wenn du eines oder mehrere der folgenden Symptome kennst, hol dir bitte ärztliche Hilfe ein: Schmerzen während der Regel, während und nach dem Sex, beim Gang aufs Klo, eine starke oder lange Menstruation, unerfüllter Kinderwunsch oder Bauchschmerzen oder -krämpfe, die nicht der Periode zugeordnet werden können. 

Allerdings: Viele Frauen haben keine Beschwerden. Oftmals wird die Erkrankung also nur zufällig entdeckt. Sollten jedoch Symptome auftreten, vergehen durchschnittlich über zehn Jahre, bis die Diagnose Endometriose gestellt wird. Häufig geschieht dies, wenn Frauen* nicht schwanger werden können und ärztliche Hilfe suchen. 

Mögliche Behandlungsmöglichkeiten für Endometriose

Endometriose ist unheilbar. Eine Besserung kann aber in der Menopause eintreten. Verschiedene Maßnahmen können ergriffen werden, falls die Auswirkungen schmerzhaft sind. Häufig ist eine mehrmalige Behandlung notwendig. Sollten keine Beschwerden entstehen und die Funktionsweise aller Organe trotz Endometriose-Herde gegeben sein, muss nicht zwingend operiert werden. 

Mögliche Behandlungsoptionen sind: 

  • Operative Entfernung der Endometriose-Herde mit Bauchspiegelung: verspricht häufig eine Schmerzlinderung und kann auch den Kinderwunsch greifbarer machen. 
  • Zufuhr von Hormonen, beispielsweise über die Pille: durch kürzere Blutungen und geringere Schmerzen, sind auch die Herde weniger aktiv, die Fruchtbarkeit wird dadurch nicht erhöht.
  • Schmerzmittel bieten weitere Behandlungsmöglichkeiten, deren Wirksamkeit allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist. (Psycho-)Therapie und Reha nach einer Operation können als wohltuend empfunden werden.

 
Du kannst selbst auch viel für deinen Körper tun und deinen Lebensstil daran anpassen, was dir gut tut. Auf mehr Endo-Selbsthilfe-Ideen darfst du dich in den nächsten Wochen freuen.

Wichtig! Dieser Artikel darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung herangezogen werden, da er sehr allgemein gehalten ist. Wenn du Beschwerden hast, dich krank fühlst (physisch oder psychisch) oder noch mehr zu diesem Thema wissen möchtest, hole bitte ärztlichen Rat ein. 

Quellen:
Frauenärzte im Netz (Artikel zu Endometriose)
Patienten-Information (Artikel zu Endometriose)
Gesundheit.gv.at (Artikel zu Endometriose)
Gesundheitsinformation (Artikel zu Endometriose)